Dieser Beitrag wurde mit KI-Unterstützung erstellt, fachlich geprüft und redaktionell freigegeben.Artikelbild-Kennzeichnung: AI GENERATED
Ein gutes Bild kann in Sekunden zeigen, was ein langer Absatz erst erklären müsste. Für Menschen, die Bilder nicht oder nur eingeschränkt wahrnehmen, bleibt diese Information jedoch unsichtbar, wenn der Alternativtext fehlt oder am Zweck des Bildes vorbeigeht. Genau hier versprechen KI-Werkzeuge schnelle Hilfe: Bild hochladen, Beschreibung erzeugen lassen, fertig. In der Praxis ist dieser Ablauf zu kurz. Eine KI erkennt möglicherweise Gegenstände, Farben und Personen. Sie kennt aber nicht automatisch die Aufgabe des Bildes auf der konkreten Seite.
Alt-Texte mit KI zu erstellen ist deshalb keine reine Bilderkennungsaufgabe. Es ist ein redaktioneller Prozess aus Einordnung, Formulierung und Prüfung. Für KMU, Selbstständige und Website-Betreiber ist das besonders relevant, wenn regelmäßig neue Blogbeiträge, Produktseiten, Referenzen oder Social-Media-Inhalte entstehen. Dieser Leitfaden zeigt, wann ein Alternativtext nötig ist, wann alt="" richtig sein kann und wie sich KI-Vorschläge in WordPress kontrolliert freigeben lassen.
Warum Alt-Texte eine redaktionelle Aufgabe sind
Der Alternativtext ersetzt nicht einfach das sichtbare Bild. Er vermittelt die Information oder Funktion, die das Bild im jeweiligen Zusammenhang erfüllt. Das Entscheidungsmodell der Web Accessibility Initiative des W3C unterscheidet unter anderem informative, funktionale, komplexe und dekorative Bilder. Diese Einordnung erfolgt nicht anhand der Bilddatei allein, sondern anhand ihrer Verwendung.
Ein Foto einer roten Wanderschuhsohle kann auf einer Produktseite die Profilstruktur zeigen. Im Unternehmensblog kann dasselbe Foto nur Atmosphäre schaffen. In der ersten Situation braucht der Alternativtext die relevante Produkteigenschaft. In der zweiten kann ein leerer Alternativtext sinnvoll sein, wenn der Inhalt bereits vollständig im Text steht. Eine Bilderkennungs-KI sieht in beiden Fällen denselben Schuh. Erst die Redaktion kennt Seitenziel, Zielgruppe und Informationslücke.
Darum gehört die Aufgabe in einen wiederkehrenden Content-Prozess. Ein Content Marketing Abo kann nicht nur Themen, Texte und Veröffentlichungen strukturieren, sondern auch eine feste Bildprüfung vorsehen: Bildzweck festlegen, KI-Vorschlag erstellen, Kontext prüfen, Alternativtext im CMS setzen und die öffentliche Ausgabe kontrollieren. So wird Barrierefreiheit nicht erst beim späteren Website-Audit entdeckt.
Was KI bei Bildbeschreibungen leisten kann
KI kann einen ersten Entwurf beschleunigen, besonders bei großen Bildbeständen. Sie kann sichtbare Objekte aufzählen, Beziehungen erkennen und eine Rohbeschreibung in eine kurze Form bringen. Bei Produktserien kann sie außerdem auf eine einheitliche sprachliche Struktur achten. Das spart Zeit, wenn die Vorschläge anschließend von einer fachkundigen Person geprüft werden.
Die Grenzen sind ebenso wichtig. Modelle können kleine Details erfinden, Texte in Bildern falsch lesen, Personen oder Orte unzutreffend einordnen und unwichtige Merkmale überbetonen. Oft beschreiben sie das Foto wie eine Bildunterschrift, obwohl der Alternativtext eine Handlung oder Linkfunktion vermitteln müsste. Auch Formulierungen wie „Bild von“ oder „Foto zeigt“ sind meist unnötig, weil assistive Technik bereits ankündigt, dass ein Bild folgt.
Ein weiterer Fehler ist scheinbare SEO-Optimierung. Google erklärt in seinen Empfehlungen für Bilder in der Suche, dass Alternativtexte nützlich, informationsreich und zum Seitenkontext passend sein sollen. Keyword-Stuffing verschlechtert die Nutzung und kann als Spam wirken. Das Fokus-Keyword gehört also nur dann in den Alt-Text, wenn es das Bild tatsächlich präzise beschreibt.
Vor dem Schreiben: den Bildtyp bestimmen
Informative Bilder
Ein informatives Bild ergänzt eine Aussage, die ohne das Bild fehlen würde. Dazu gehören Produktdetails, Arbeitsschritte, Personen in einer bestimmten Tätigkeit oder ein sichtbarer Zustand vor und nach einer Maßnahme. Der Alt-Text sollte kurz vermitteln, welche Information für das Verständnis der Seite zählt. Nicht jedes sichtbare Detail ist relevant.
Beispiel: Auf einer Seite über Fassadenreinigung ist „Mitarbeiter reinigt eine Hauswand“ zu allgemein, wenn gerade der Unterschied zwischen verschmutzter und gereinigter Fläche erklärt wird. Passender wäre: „Zur Hälfte gereinigte Putzfassade mit deutlich sichtbarem Farbunterschied.“
Dekorative und redundante Bilder
Reine Dekoration braucht keine vorgelesene Beschreibung. Das W3C empfiehlt für dekorative Bilder ein leeres Alt-Attribut. Gleiches kann für Bilder gelten, deren Information unmittelbar daneben bereits vollständig als Text vorhanden ist. Wichtig ist der Unterschied zwischen leer und fehlend: alt="" signalisiert assistiver Technik bewusst, dass sie das Bild überspringen soll. Ein fehlendes Attribut kann dagegen dazu führen, dass ein Dateiname vorgelesen wird.
Funktionale Bilder
Ist ein Bild Teil eines Links oder Buttons, beschreibt der Alternativtext die Aktion oder das Ziel. Bei einem Lupensymbol in einer Schaltfläche ist „Lupe“ weniger hilfreich als „Suche öffnen“. Bei einem verlinkten Firmenlogo kann „Startseite“ die Funktion besser vermitteln als eine ausführliche Beschreibung der Logoform. KI kann die Funktion nur zuverlässig erfassen, wenn sie zusätzlich Informationen zum umgebenden HTML und zur Interaktion erhält.
Komplexe Bilder
Diagramme, Infografiken und Karten enthalten oft zu viele Informationen für einen kurzen Alt-Text. Dann sollte der Alternativtext Zweck und Kernaussage benennen, während Daten und Erläuterungen zusätzlich als echter Text auf der Seite verfügbar sind. Das W3C-Tutorial zu barrierefreien Bildern beschreibt dafür unterschiedliche Bildarten und Umsetzungsmöglichkeiten. Eine KI kann beim Zusammenfassen helfen, ersetzt aber nicht die Prüfung, ob alle entscheidenden Werte außerhalb des Bildes zugänglich sind.
Ein praxistauglicher KI-Workflow in sieben Schritten
- Seitenzweck notieren: Halten Sie in einem Satz fest, welche Frage die Seite beantwortet und welche Rolle das Bild dabei übernimmt.
- Bildtyp wählen: Informativ, dekorativ, funktional, komplex oder Bild mit relevantem Text. Diese Entscheidung muss vor der Formulierung stehen.
- Kontext bereitstellen: Geben Sie der KI nicht nur das Bild, sondern auch Überschrift, benachbarten Absatz und gewünschte Funktion. Entfernen Sie zuvor nicht benötigte personenbezogene oder vertrauliche Daten.
- Kurzen Vorschlag verlangen: Fordern Sie eine konkrete Beschreibung ohne Einleitung, Keyword-Liste oder Vermutungen an. Für dekorative Bilder soll das Ergebnis ausdrücklich
alt=""lauten. - Sichtbare Fakten prüfen: Stimmen Personenanzahl, Handlung, Produktvariante, Farbe, Ort und erkennbare Details? Unklare Merkmale dürfen nicht als Tatsache formuliert werden.
- Informationswert testen: Lesen Sie Überschrift, Absatz und Alt-Text ohne das Bild. Fehlt eine entscheidende Information oder entsteht unnötige Wiederholung?
- CMS und Frontend kontrollieren: Setzen Sie den freigegebenen Text im richtigen Feld und prüfen Sie anschließend den gerenderten HTML-Code sowie die Ausgabe mit Tastatur und Screenreader.
Ein möglicher Arbeitsauftrag an ein KI-System lautet: „Ordne das Bild anhand des Seitenkontexts als informativ, dekorativ, funktional oder komplex ein. Erstelle danach einen knappen deutschen Alt-Text, der nur die für die Seite relevante Information vermittelt. Erfinde keine Namen, Orte oder Eigenschaften. Wenn das Bild rein dekorativ oder vollständig redundant ist, antworte mit alt="" und einer kurzen Begründung für die Redaktion.“ Die Begründung gehört in den internen Prüfpfad, nicht in das veröffentlichte Attribut.
Beispiele: derselbe Bildinhalt, anderer Kontext
Stellen Sie sich ein Foto mit einer erwachsenen Person vor, die in einer Galerie vor einem Landschaftsbild steht und eine Beschreibung einspricht. Auf einer Seite über barrierefreie Redaktion könnte der Alt-Text lauten: „Redakteur spricht die Beschreibung eines Landschaftsbildes in ein Aufnahmegerät.“ In einer Teamvorstellung wäre möglicherweise die Rolle der abgebildeten Person wichtiger. In einem rein dekorativen Header kann alt="" die bessere Lösung sein.
Auch Produktbilder brauchen Kontext. Zeigt ein Foto ein schwarzes Fahrrad von der Seite, reicht diese Beschreibung für eine Produktübersicht eventuell aus. Geht es im begleitenden Abschnitt um die Nabenschaltung, sollte genau dieses Detail genannt werden. Ist das Bild selbst der klickbare Zugang zur Produktseite, muss die Kombination aus Linktext und Alt-Text das Linkziel verständlich machen. Eine pauschale Vorlage für alle Bildgrößen und Einsatzorte funktioniert deshalb selten.
Alt-Texte in WordPress richtig pflegen
WordPress bietet in der Mediathek ein Feld „Alternativtext“. Dort gespeicherte Texte können beim Einfügen eines Bildes übernommen werden. Trotzdem ist eine zentrale Beschreibung nicht automatisch für jede Verwendung richtig. Ein Bild kann in einem Beitrag informativ und an anderer Stelle dekorativ sein. Redaktionen sollten daher prüfen, welchen Alt-Text der konkrete Bildblock ausgibt, statt sich ausschließlich auf den Mediathek-Eintrag zu verlassen.
Bei Beitragsbildern hängt die Ausgabe zusätzlich vom Theme und vom Template ab. Manche Templates verwenden den Mediathek-Alt-Text, andere erzeugen eigene Attribute oder zeigen das Bild als CSS-Hintergrund. Google weist darauf hin, dass Standard-HTML-Bildelemente für die Erkennung hilfreich sind; CSS-Hintergrundbilder werden nicht wie normale Bilder indexiert. Eine technische Stichprobe sollte deshalb das tatsächliche <img>-Element, alt, src und responsive Varianten kontrollieren.
Für größere Bestände ist ein regelmäßiger Content Audit sinnvoll. Erfassen Sie dabei nicht nur fehlende Attribute, sondern auch Dateinamen als Alt-Texte, gleiche Beschreibungen bei unterschiedlichen Bildern, überlange Texte, Keyword-Listen und scheinbar informative Bilder mit leerem Attribut. Automatische Prüfungen finden Auffälligkeiten; die inhaltliche Richtigkeit bleibt eine redaktionelle Aufgabe.
Barrierefreiheit und BFSG in Deutschland
Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz betrifft bestimmte Produkte und Dienstleistungen. Nach § 3 BFSG müssen erfasste Produkte und Dienstleistungen barrierefrei sein; für bestimmte Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten oder erbringen, enthält Absatz 3 eine Ausnahme. Ob ein konkretes Angebot in den Anwendungsbereich fällt, hängt unter anderem von Dienstleistung, Unternehmensgröße und Vertriebsweg ab.
Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit nennt Alternativtexte ausdrücklich als Aufgabe, die Online-Redaktionen im CMS übernehmen müssen. Sie warnt zugleich davor, Barrierefreiheit allein durch ein Overlay-Tool herstellen zu wollen. Für Online-Shops und andere elektronische Dienstleistungen ist deshalb ein sauberer redaktioneller Prozess relevant. Dieser Beitrag gibt eine praktische Orientierung und ersetzt keine Prüfung des Einzelfalls oder Rechtsberatung.
Qualitätscheck vor der Veröffentlichung
- Ist der Bildtyp anhand seiner konkreten Verwendung festgelegt?
- Beschreibt der Text die relevante Information oder Funktion statt aller sichtbaren Details?
- Ist bei dekorativen Bildern bewusst
alt=""gesetzt? - Vermeidet der Text Einleitungen, Vermutungen, Dateinamen und Keyword-Listen?
- Wurden Namen, Orte, Produkteigenschaften und Zahlen am Original geprüft?
- Sind komplexe Informationen zusätzlich als echter Text verfügbar?
- Wurde die Ausgabe im konkreten Template und nicht nur in der Mediathek kontrolliert?
- Funktionieren verlinkte Bilder und Bildbuttons mit Tastatur und Screenreader verständlich?
- Ist dokumentiert, wer den KI-Vorschlag geprüft und freigegeben hat?
Wer viele Inhalte veröffentlicht, sollte diese Punkte als verbindliche Freigabespalte im Redaktionsplan führen. Das verhindert, dass Alt-Texte erst am Ende unter Zeitdruck ergänzt oder ungeprüft aus einem KI-Werkzeug übernommen werden. Hilfreich ist außerdem eine kleine Sammlung guter und schlechter Beispiele aus dem eigenen Unternehmen. Sie liefert der KI besseren Kontext und erleichtert neuen Teammitgliedern die Prüfung.
Fazit: KI beschleunigt den Entwurf, Menschen entscheiden über den Sinn
Alt-Texte mit KI können Redaktionen entlasten, wenn das System als Vorschlagswerkzeug eingesetzt wird. Entscheidend bleiben Bildtyp, Seitenkontext, sichtbare Fakten und die tatsächliche Ausgabe im Frontend. Ein leerer Alternativtext kann ebenso professionell sein wie eine präzise Beschreibung; falsch ist vor allem eine automatische Standardformulierung ohne Prüfung.
Mit einem Content Marketing Abo von AdSimple lässt sich die Prüfung als wiederkehrender Bestandteil von Themenplanung, Bildauswahl, WordPress-Pflege und redaktioneller Freigabe organisieren. Für die ergänzende technische Kontrolle von Bildausgabe, interner Verlinkung und Auffindbarkeit kann außerdem eine SEO-Begleitung sinnvoll sein. So entstehen Bildbeschreibungen, die Menschen helfen und zum tatsächlichen Inhalt passen.